Älterer Mann sitzt auf einem Sofa und hält sich mit besorgtem Gesichtsausdruck die Hand an die Brust.
Älterer Mann sitzt auf einem Sofa und hält sich mit besorgtem Gesichtsausdruck die Hand an die Brust.

Was ist "Herzstolpern"?

18.07.2026

Das sogenannte Herzstolpern kann viele Ursachen haben und ist häufig harmlos. Trotzdem sollten Beschwerden sorgfältig eingeordnet werden.

Wie sich Herzstolpern bemerkbar macht

Manche Menschen spüren einen zusätzlichen Herzschlag, eine kurze Pause oder einen besonders kräftigen Schlag im Brustkorb. Andere beschreiben ein Flattern, Pochen oder das Gefühl, das Herz setze für einen Moment aus. Medizinisch werden solche Wahrnehmungen als Palpitationen bezeichnet.

Häufig stecken einzelne zusätzliche Herzschläge dahinter, sogenannte Extrasystolen. Nach einem solchen vorzeitigen Schlag folgt oft eine kurze Pause. Der nächste reguläre Herzschlag wird dadurch stärker wahrgenommen. Herzstolpern kann in Ruhe, bei körperlicher Aktivität oder in belastenden Situationen auftreten.

Häufige Auslöser im Alltag

Herzstolpern muss nicht zwangsläufig auf eine Herzerkrankung hinweisen. Stress, Schlafmangel, starke körperliche Anstrengung oder fieberhafte Infekte können den Herzschlag vorübergehend beeinflussen. Auch Koffein, Nikotin, Alkohol und bestimmte Medikamente kommen als Auslöser infrage.

Darüber hinaus können hormonelle Veränderungen, eine Schilddrüsenfunktionsstörung oder Störungen im Salzhaushalt eine Rolle spielen. Bei manchen Betroffenen lässt sich trotz sorgfältiger Untersuchung keine eindeutige Ursache feststellen.

Wann eine ärztliche Abklärung sinnvoll ist

Einzelne, kurz anhaltende Episoden sind häufig harmlos. Treten die Beschwerden jedoch neu auf, werden sie häufiger oder halten sie länger an, sollte der Herzrhythmus untersucht werden. Das gilt besonders bei bekannten Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder zusätzlichen Risikofaktoren.

Hilfreich ist es, Dauer und Häufigkeit des Herzstolperns zu notieren. Auch die jeweilige Situation kann wichtige Hinweise liefern: Trat es in Ruhe, nach dem Sport, während eines Infekts oder nach dem Genuss von Kaffee oder Alkohol auf? Angaben zu begleitendem Schwindel, Atemnot oder Leistungsminderung unterstützen die medizinische Einschätzung.

Welche Untersuchungen können Klarheit schaffen?

Zu Beginn werden die Beschwerden, Vorerkrankungen und regelmäßig eingenommenen Medikamente besprochen. Ein Ruhe-EKG kann den Herzrhythmus zum Zeitpunkt der Untersuchung darstellen. Da Herzstolpern oft nur gelegentlich auftritt, lässt es sich in einer kurzen Messung jedoch nicht immer erfassen.

Ein Langzeit-EKG zeichnet die elektrische Aktivität des Herzens über einen längeren Zeitraum im Alltag auf. Je nach persönlicher Situation können weitere Untersuchungen hinzukommen, etwa ein Herzultraschall, eine Belastungsuntersuchung oder ausgewählte Laborwerte. Die Ergebnisse werden gemeinsam betrachtet, damit sich harmlose Extraschläge von behandlungsbedürftigen Herzrhythmusstörungen unterscheiden lassen.

Begleitbeschwerden ernst nehmen

Tritt Herzstolpern zusammen mit Schmerzen oder starkem Druck im Brustkorb, schwerer Atemnot, Ohnmacht oder ausgeprägtem Schwindel auf, ist eine sofortige medizinische Abklärung erforderlich. In einer akuten Situation sollte der Rettungsdienst unter 112 verständigt werden.

Wiederkehrendes Herzrasen, eine deutliche Abnahme der Belastbarkeit oder Kreislaufprobleme gehören ebenfalls ärztlich untersucht. In der internistisch-kardiologischen Praxis von Dr. med. Funda Taner-Ahmed in Berlin-Charlottenburg kann der Herzrhythmus gezielt überprüft und im Zusammenhang mit Ihrer allgemeinen Gesundheit eingeordnet werden.

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